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* Vgl. Hermann Knoblauch (Hrsg.): Lexikon der Geheimlehren. Hannover, 1997, S. 371–378.

Theosophische Philosophie

Die drei fundamentalen Lehrsätze der Theosophie

Die Lehren der Theosophie gründen sich auf die Grundprinzipien und Wirkungsweisen der Natur. Sie resultieren aus den Erkenntnissen und Erfahrungen der großen Weisen des Menschengeschlechts, die der Menschheit in ihrer Evolution bereits weit vorausgegangen sind. Es sind ihre Lehren, die das überlieferte geistige Erbe der Menschheit bilden. Sie berücksichtigen die drei großen Denkrichtungen: Wissenschaft, Philosophie und Religion.

In ihrem Hauptwerk Die Geheimlehre stellt Helena Petrowna Blavatsky drei fundamentale Sätze auf, auf denen die Theosophie beruht (Band I, S. 42–46). Sie postuliert:

„1. Ein allgegenwärtiges, ewiges, grenzenloses und unveränderliches PRINZIP, über das gar keine Spekulation möglich ist, da es die Kraft menschlicher Vorstellung übersteigt und durch irgendwelche menschliche Ausdrucksweise oder Vergleich nur erniedrigt werden könnte. [...]

2. Die Ewigkeit des Weltalls in toto als einer grenzenlosen Sphäre, die periodisch ,der Spielplatz ist von zahllosen unaufhörlich erscheinenden und verschwindenden Universen‘, den sogenannten ,manifestierenden Sternen‘ und ,den Funken der Ewigkeit‘. [...]

3. Die fundamentale Identität aller Seelen mit der universellen Oberseele, welch Letztere selbst ein Aspekt der unbekannten Wurzel ist; und die Verpflichtung für jede Seele – einen Funken der vorgenannten –, den Zyklus von Inkarnation, oder ,Notwendigkeit‘, in Übereinstimmung mit zyklischem und karmischem Gesetz während seiner ganzen Dauer zu durchwandern.“

Kosmologie und Anthropologie basieren auf fundamentalen Prinzipien der sowohl physischen als auch metaphysischen Natur. In dem anfang- und endlosen Universum ist alles Existierende, jede Wesenheit, in seiner fundamentalen Essenz mit dem kosmischen Bewusstsein verwandt und wird von ihm in allen seinen Teilen belebt und beseelt. Damit sind alle Lebewesen als eine unauflösbare Universale Bruderschaft miteinander verbunden.

Hermann Knoblauch*

 

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