007
Zur Startseite der Theosophischen Gesellschaft
 

Entdecke Theosophie

Organspende? Nein danke!

Von Dr. med. J. Rötsch, Barbara Bachman

Ungeklärte Fragen:

1. Ist der Mensch wirklich tot, wenn die Organe noch leben?

2. Besteht unser Bewusstsein weiter?

3. Was ist der Grund für Wesensveränderungen vieler Transplantierter?

4. Haben die Zellen ein Erinnerungsvermögen, das auf den Organempfänger übertragen wird?

5. Lebt der Organspender im Organempfänger weiter?

6. Warum werden die Transplantate abgestoßen?

7. Warum muss ein Transplantierter lebenslang hochgiftige Medikamente einnehmen, die sein Immunsystem hochgradig schädigen?

Außerdem fragen wir, wie ein Organspender tot sein kann, wenn ihm Betäubungsinjektionen gegeben werden, um die Anzeichen von Angst und Schmerz zu lindern, die sich durch Zuckungen der Glieder bemerkbar machen.

Es ist soweit: Die Fraktionen aller Bundestagsparteien haben sich am 1. März 2012 auf eine Neuregelung der Organspende geeinigt. Danach werden alle Bürger künftig regelmäßig von ihren Krankenkassen per Post angeschrieben und aufgefordert, eine freiwillige Erklärung über ihre Bereitschaft zur Organspende abzugeben.

Zu Recht fragt der Journalist Reinhard Urschel, ob junge Menschen, die ja am ehesten als Organspender infrage kommen, die Tragweite dieser Entscheidung überschauen können. Konkret: „Darf die Politik, also der Gesetzgeber, den Bürgern eine Antwort darauf abverlangen, wie er es mit der Unversehrtheit nach dem Tod hält, eine Unversehrtheit, die dem einen gleich als wertvoll erscheint, einem anderen vielleicht erst in der Todesstunde?“[1]

Gegenwärtig ist eine Organentnahme nur dann möglich, wenn der Spender oder die Angehörigen ihr ausdrücklich zugestimmt haben. Doch die Verunsicherung durch gezielte Werbemaßnahmen ist nach wie vor groß – der Mensch als Ersatzteillager ist zur Normalität geworden. Auch wenn sich der gesunde Menschenverstand intuitiv auflehnt, dem Argument der Nächstenliebe kann sich ein Betroffener im Notfall schließlich kaum entziehen. Dennoch ist die Diskussion um das Für und Wider nie abgerissen. Dieser Beitrag zeigt Fakten auf, die wenig bekannt sind, aber dazu beitragen können, den eigenen Standpunkt zu finden und ggf. unbeeinflusst durchzusetzen.

Ungeachtet medizinischer Argumentation und dem Vorwand „Nächstenliebe“ darf die Frage gestellt werden, ob die Transplantationsmedizin eine der erschreckendsten Fehlentwicklungen unserer Zeit ist. Hierzu äußert sich ein ehemaliger Transplantationsmediziner: „Wir sollten aufhören, den Menschen einzureden, dass sie tot wären, wenn die noch lebenden Organe entnommen werden. Damit stehe ich in Fachkreisen glücklicherweise nicht allein“.[2] Hirntote sind Sterbende. Und jedem Sterbenden sollte die Möglichkeit eines würdigen und friedvollen Todes geschenkt werden.

Die Problematik des Hirntodes

Eine einfache Frage macht es klar: Wie könnten einem Toten lebende Organe entnommen werden?

Zweifellos sind Hirntote sterbenskrank. Ohne die Intensivmedizin würde der Sterbeprozess voranschreiten und zum Tode führen, d. h., die Haut wäre kalt und blass, der Körper würde erstarren und Leichenflecken aufweisen.

Als bloß Hirntote hingegen weisen sie eindeutige Lebenszeichen auf: Das Herz schlägt, die Haut ist rosa und warm, die Verdauung funktioniert, sie produzieren Urin, Wunden heilen, Reflexe sind vorhanden, sie atmen, schwangere Frauen tragen ihre Kinder aus und produzieren Milch. Diese Menschen unterscheiden sich nicht von vielen anderen Patienten auf einer Intensivstation. Dennoch wird ihnen der Totenschein ausgestellt. Warum eigentlich?

Ohne zwingende wissenschaftliche Erkenntnisse legte 1968 das Ad-hoc-Komitee der Harvard Medical School das irreversible Koma als Todeszeitpunkt fest – nachzulesen in der Empfehlung des Komitees. Die Absicht ist deutlich.

Die seit Längerem entflammte Diskussion über den Hirntod als Legitimation für Organentnahmen berührt nur die Spitze des Eisberges. Tatsächlich sind zum Zeitpunkt des vielseitig umstrittenen Hirntodes nicht nur bis zu 97 % der Zellen noch lebendig, sondern der gesamte innere Mensch lebt weiter, denn in seiner höheren Natur, seinem wahren Selbst, ist er unsterblich (siehe Diagramm). Dies lässt die verheerenden Folgewirkungen von Organtransplantationen erahnen, doch die moderne Medizin hat aufgrund ihres einseitig materiellen Weltbildes nicht die geringste Kenntnis hierüber. Sie hält den Menschen für eine „seelenlose“ Maschine, der bedenkenlos zum einen Organe entnommen, zum anderen implantiert werden können. Die schwerwiegenden Folgen, die sich aus der astralen und karmischen Verbindung zwischen Transplantatempfänger und -spender ergeben, sind zu unbekannt, um berücksichtigt zu werden.

Folgende Gesichtspunkte sind von entscheidender Bedeutung:

  1. Auch wenn das Gehirn seine derzeitigen Funktionen eingestellt hat, so ist doch eines sicher: Das Bewusstsein ist nicht im physischen Gehirn lokalisiert. Hieraus folgt, dass der Sterbende den grauenvollen Vorgang der Organentnahme miterlebt! Sehr beweiskräftig legt z. B. die moderne Sterbeforschung dar, wie Reanimierte, also Menschen, die durch Wiederbelebungsversuche dem sicheren Tod entronnen sind, während ihrer Wiederbelebung bewusst alles miterlebten, was mit ihrem Körper geschah, was gesprochen wurde und in welchem Zustand des Bewusstseins sie sich befanden.
  2. Die Übertragung eines Organs bedeutet nicht nur einen tiefen Eingriff in die Physis des Organempfängers. Viel weitreichendere Auswirkungen hat sie in astraler und psychischer Hinsicht, und zwar bei Empfänger und Spender gleichermaßen. Beide sind von nun an über den Tod hinaus schicksalhaft miteinander verbunden! Denn der wirkliche, innere Mensch oder unsere Individualität ist unsterblich. Die allen früheren Hochkulturen bekannte und auch heute wieder verbreitete Lehre der Reinkarnation erklärt den Tod als einen Übergang des Bewusstseins in andere Zustände – ähnlich dem Schlaf. Nach etwa der 100fachen Lebenszeit[3] inkarniert unser Bewusstsein, unsere Egoität, wieder. Und nur aufgrund dieser Naturtatsache lässt sich erklären, warum selbst Kinder einer Familie so unterschiedliche Charaktere haben. Unser Charakter ist das Ergebnis vergangener Leben. Es ist nicht die DNA, die ursächlich unseren Charakter bestimmt, wie wissenschaftlich nach neuester Forschung vermutet wird, denn die DNA ist lediglich der materielle Niederschlag vorangegangener Leben!

Die Maske der Humanität

Auch das sollte jeder wissen:

Wenn ein junger Mensch einem Unfall zum Opfer fällt und als „hirntot“ eingestuft wird, läuft ein grauenvolles Schauspiel ab: Der behandelnde Arzt wirkt psychologisch geschult auf die Angehörigen ein, um eine Einwilligung zur Organspende zu erhalten. Der Körper des potenziellen Organspenders wird daraufhin künstlich am Leben erhalten. Er darf nicht sterben, denn dann wären seine Organe ja tot und damit wertlos! Ziel der Behandlung ist die optimale Verfassung des Spenderorgans, der Sterbende selbst ist nur noch Mittel zum Zweck. Nach der Organentnahme – im Extremfall eine regelrechte Ausschlachtung von Nieren, Bauchspeicheldrüse, Lunge, Herz, Hornhaut, Augen, Knochen, Knochenmark, Haut – erlischt das Interesse am Unfallpatienten, er wird notdürftig zusammengeflickt und abgeschoben. Die Würde des Menschen landet in der Abstellkammer. Schon 1964 prägte ein Leitartikel in der renommierten amerikanischen Fachzeitschrift Annals of Internal Medicine den Ausdruck „Kannibalismus“ für diese entsetzliche Praktik, und genau das ist sie auch!

Die heiligen Augenblicke während des Sterbevorganges

All dies geschieht gerade in jenen Augenblicken des Sterbevorganges, die uns heilig sein sollten! Denn in diesen Augenblicken nimmt das innere Bewusstsein des Menschen Abschied von seinem vergangenen kostbaren Leben: Wie eine Panoramaschau zieht sein gesamtes Leben an ihm vorüber und prägt die Essenz aller Erlebnisse und Erfahrungen in sein Bewusstsein ein. Dies sollte in völliger Stille und Ungestörtheit geschehen. Wir können nur erahnen, welche Qualen ein Mensch durchlebt, wenn seinem Körper in größter Hektik ein Organ nach dem anderen entnommen wird. Und da die Organe anschließend künstlich am Leben erhalten werden, kann sich der innere Mensch nicht von seinem Körper und dieser irdischen Sphäre lösen. Die für ihn so wichtigen nachtodlichen Zustände werden unterbrochen, und auf grauenvolle Weise wird der Sterbende gehindert, in die nachtodlichen Zustände überzugehen.

Dem gegenüber steht ein sterbenskranker Mensch. In seiner Angst vor dem Tod ist er nur noch von dem einen Wunsch erfüllt, ein anderer möge für ihn sterben! Er weiß in der Regel jedoch nicht, was ihm dann bevorsteht. In der Öffentlichkeit wird fast ausschließlich von problemlosen Heilerfolgen mit lebensverlängernder Wirkung berichtet, doch die Realität ist eine andere: Selbst Ärzte und Schwestern stellen inzwischen vielfach den Nutzen von Transplantationen infrage, da sich viele Transplantierte nach der „erfolgreichen“ Transplantation erneuten Operationen bzw. schwerwiegenden medikamentösen Behandlungen unterziehen müssen. Nicht selten muss auf ein neues Transplantat gewartet werden, und das Hoffen und Bangen beginnt von vorn. Die Qual vieler Patienten ist in der Tat unbeschreiblich.

Falsches Denken –
falsches Handeln

Den ausschließlich mit Messer und Chemikalien handelnden Medizinern der Organverpflanzung stellt die Theosophie, die Esoterische Philosophie, ein Weltbild entgegen, das von Geist und Bewusstsein durchdrungen ist. Von „Leben“, das uns fühlen und lieben lässt, das uns Hoffnung gibt und das auch während des Sterbeprozesses die Würde des Menschen erhält! Sie entblößt den Absolutheitsanspruch einer einseitig ausgerichteten Sichtweise, die nur experimentell erforschte und nachweisbare Materie anerkennt. Diese einseitig analytisch selektierende Betrachtungsweise verhinderte bislang den Blick auf ein alles Leben einschließendes kausales Beziehungsgeflecht. Auch macht die Theosophie, die Esoterische Philosophie, bewusst, dass die Grundlagenforschung von falschen Axiomen ausgeht. Dies verhinderte bislang den Durchbruch zu einem humaneren Denken und das Aufbrechen starrer und kristallisierter Gedankenformen, wie in Bezug auf die Transplantationsmedizin deutlich wird.

Spätestens hier stellt sich die Frage nach dem so gern propagierten „Recht auf Leben“. Haben wir wirklich das „Recht“, auf Kosten anderer zu leben? Ein „Recht“ auf Organe hat es in der Geschichte der Menschheit nie gegeben. Tatsächlich widerspricht es jeglicher „Nächstenliebe“, denn wer will nicht beipflichten, dass die Hoffnung auf den Tod eines anderen zu einem schwerwiegenden Unrecht wird?!

Die permanent suggerierte sogenannte Nächstenliebe entbehrt in Bezug auf Organspende jeder ethisch-moralischen Grundlage. Wir haben kein Recht auf Organe unserer Mitmenschen! Es ist die pervertierteste Rechtsauffassung, die menschliche Vorstellungskraft je ersinnen konnte. Nicht zufällig gedeihen im Schatten der Transplantationsmedizin abgrundtiefe Machenschaften, vom Verkauf von Organen bis hin zur gentechnischen Manipulation von Tieren, die die Spezies „Mensch“ auf die Stufe ihrer sogenannten tierischen Vorfahren zurücktransformieren! Die Hoffnung auf den Tod eines anderen ist ohne Frage ein in Gedanken vollbrachtes Tötungsdelikt. Zudem widerspricht es dem Gebot „Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus, Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles was sein ist.“[4] Auch wenn dieses Gebot hier eine andere Auslegung erfährt als die ursprünglich bezweckte, so hat sie in heutiger Zeit doch ihre Berechtigung.

Was vom Menschen ist sterblich, was ist unsterblich?

Um die tieferen Vorgänge zu verstehen, die sich nach einer Organtransplantation vollziehen, ist eine genauere Kenntnis der zusammengesetzten Konstitution des Menschen notwendig. Das folgende Diagramm zeigt, dass wir weitaus mehr sind als der physische Körper. Wir sind aus sieben verschiedenen Element-Prinzipien aufgebaut. Diese wurden zu allen Zeiten, wenn auch in unterschiedlicher Ausführung, gelehrt und sind durch die Theosophie, die Esoterische Philosophie, auch heute wieder bekannt (siehe Diagramm).

Wir bestehen also nicht nur aus einem physischen Körper. Im Gegenteil! Unser Aufbau ist viel komplexer und weitreichender. Wir besitzen neben unserem physischen Körper auch einen Astralkörper, der aus feinerer Materie besteht. Nach seinem Muster wird unser physischer Körper Zelle für Zelle aufgebaut, weshalb er auch als Modellkörper bekannt ist. Dieser Astralkörper dient uns als Schutzhülle vor schädlichen äußeren Einflüssen. Um überhaupt leben zu können, sind wir außerdem von verschiedensten Lebensenergien durchströmt.

Durch eben diese Astralkörper vermischen und vermengen sich Organspender und -empfänger. Die ganze Tragik ist nun, dass dabei karmische Bande geknüpft werden, die sich schicksalhaft auswirken. Die hieraus resultierende Charakterveränderung ist daher eine gefürchtete und durch keinerlei Medikamente beeinflussbare Begleiterscheinung bei vielen Transplantierten.

 

Darstellung der sieben, den Menschen aufbauenden Prinzipien

 

Darstellung der Prinzipien, die den Menschen aufbauen:
Nur der Körper ist sterblich

 

Charakterveränderung und astrale Verbindung –
Die verheimlichten Leiden der Transplantationsopfer

Die Folgen der Organübertragung sind weitaus tragischer für die Seele des Transplantierten, als wir uns dies überhaupt vorstellen können. Es werden Organe, oft gleich mehrere, anderer Menschen eingepflanzt, die von Natur aus nur diesen allein gehörten, auf sie allein abgestimmt waren und lebenslang von ihren Energien genährt wurden. Damit ist eine astral-physische Verbindung zu diesem Menschen hergestellt, die unweigerlich zur Übertragung von dessen Wesensmerkmalen führt. Über die hieraus resultierenden Veränderungen ihrer Psyche wagen viele Patienten nicht zu sprechen, weil sie sich dann als undankbar empfinden. Die Berichte derjenigen aber, die den Mut hierzu hatten, sprechen für sich. Die Veränderungen sind für die Betreffenden so weitreichend und schwer zu ertragen, dass diese in der Regel nicht mehr zu einer erneuten Organübertragung bereit sind.

Vor allem nach Herztransplantationen übernehmen viele Empfänger Gewohnheiten und Vorlieben des Spenders. Oder sie haben Erinnerungen an das Leben dieses Menschen, den sie gar nicht kennen. Die Psycho-Neuro-Kardio-Immunologie ist der Erklärung hierfür auf der Spur. Sie hat ein „zelluläres Erinnerungsvermögen“ entdeckt, das nicht nur im Gehirn, sondern in allen Körperzellen zu finden ist und das z. B. mit dem Spenderherzen in den Körper des Empfängers wandert. Die renommierte Evolutionsbiologin Lynn Margulis bezeichnet dieses wissenschaftlich unbestrittene „Zell-Gedächtnis“ regelrecht als „zelluläres Bewusstsein“.[5] Damit wird eine zentrale Aussage der Theosophie, der Esoterischen Philosophie, nun auch wissenschaftlich bewiesen.

Der Protest der Natur

Was passiert nun, wenn die während des Sterbeprozesses entnommenen Organe zum Weiterleben gezwungen werden? Ihre Lebenskraft muss künstlich erhalten werden, da sie sonst nicht mehr brauchbar wären. Auf diese Weise besteht die Verbindung zum Astralkörper des Spenders also weiter. Wird ein Organ in den Organismus eines anderen Menschen eingepflanzt, entsteht ein regelrechter Kampf von Lebenskraft gegen Lebenskraft, Persönlichkeit gegen Persönlichkeit und Charakter gegen Charakter!

Hamburger Kardiologen
legten eine Studie vor, in der konservativ behandelte Herzkranke in einem Beobachtungszeitraum von zwei Jahren besser abschnitten als diejenigen, die eines der begehrten Spenderherzen erhalten hatten.

Dass Organtransplantationen gegen die Natur sind, machen allein schon die starken Abstoßungsreaktionen deutlich. Ein verpflanztes Organ würde normalerweise innerhalb kürzester Zeit regelrecht aufgefressen werden. Beteiligt hieran sind besonders die T-Lymphozyten und die Makrophagen, die Müllabfuhr des Organismus. Die Mediziner versuchen nun jedoch, die Natur durch lebenslange Verabreichung hochgiftiger Medikamente zu überlisten. Für den Organempfänger beginnt ein Dasein mit immer neuem Bangen und Hoffen und einer quälenden Abhängigkeit von vergiftenden Medikamenten. Diese können zu allem Unglück zusätzlich eine künstliche Immunschwäche erzeugen, die durchaus mit Aids vergleichbar ist. Viel zu oft findet eine ununterbrochene Serie von gesundheitlichen Rückschlägen statt, die dem Patienten keine Ruhe mehr lassen. Er steht praktisch zeitlebens unter dem Trauma: Wie lange geht es noch gut, wie lange kann ich noch leben?

Hoffnungsvoller Ausblick: Der Tod ist ein lieblicher Wechsel

Die Transplantationsmedizin reduziert den Menschen aufgrund von Unwissenheit über bestehende Naturgesetzmäßigkeiten allein auf seinen physischen Körper. Alle menschlichen Empfindungen wie Liebe, Mitleid, Freude, Schmerz und Gewissen werden inmitten einer seelenlosen Apparatemedizin ignoriert. Wie ganz anders stellt sich dagegen das Verhältnis von Leben, Krankheit und Tod dar, wenn die geistig-seelische Komponente, die den Menschen hauptsächlich ausmacht, berücksichtigt wird!

Wir müssen uns wieder auf die inneren, eigentlichen Werte unseres Daseins besinnen. Wir müssen davon abgehen, Mensch und Natur als lediglich aus toter, lebloser Materie bestehende Mechanismen zu betrachten. Wir müssen umkehren, solange es noch Zeit ist. Umkehren und uns hinwenden zu einer von Leben, Geist und Intelligenz beseelten Natur, in der es nichts Totes gibt, in der selbst als tot erscheinende Formen von Leben erfüllt sind. Alles ist zusammengesetzt, auch wir Menschen!

Diese Erkenntnis wird dem Tod seinen Schrecken nehmen, und die Mediziner werden ihren wahrhaft schrecklichen Irrtum erkennen. Was wir heute noch als die Errungenschaften unseres modernen Zeitalters preisen, wird in kommenden Zeiten als ein dunkles Kapitel in die Geschichte der Menschheit eingegangen sein! Die Mediziner der Zukunft werden sich wieder auf die Heilkräfte der Natur und auf die inneren Heilkräfte des Menschen besonnen haben.

Wie viel leichter und trostvoller könnte daher unser Leben sein, würden wir dem Tod als der Hebamme spirituellen Lebens Eingang in unser Denken gewähren. Wir brauchten uns nicht auf Kosten anderer angstvoll an unser Leben zu klammern, das nicht mehr unser ist – die geschenkte Zeit muss teuer, zu teuer wieder zurückgezahlt werden!

Nehmen wir doch unseren Tod als das, was er ist: ein Übergang von einer Bewusstseinssphäre in eine andere. Die zeitalteralte Lehre von der Wiedergeburt kann allen Heilung Suchenden jene innere Zuversicht in bestehende Naturgesetze geben, die kein Transplantat in scheinbar auswegloser Situation je geben kann!

Und Gottfried von Purucker sagt:[6]

„O schöner, erhabener Tod, größter und lieblichster Wechsel,
den das Herz der Natur für uns in Bereitschaft hält!“

Sagen wir doch einfach „ja“ zu diesem größten aller Abenteuer!

 

Literatur:

 

Fußnoten:

1 Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 22./23.10.2011

2 www.initiative-kao.de. Vgl.: Dr. Martin Stahnke: „Hirntod – keine wissenschaftliche Erkenntnis, sondern Definition.“ KAO (Kritische Aufklärung über Organtransplantation e. V.).

3 Diese Zahl gründet sich auf kosmische Zyklen.

4 2. Mose 20, 17; 5. Mose 5, 18.

5 Vgl. hierzu ausführlich Scheppach, Joseph in: Medizin & Psychologie, Ausgabe 4/2005, S. 38–45.

6 Gottfried von Purucker: Goldene Regeln der Weisheit. Hannover, 2011, S. 72.

 

[Startseite]    [Seitenanfang]

© Die Theosophische Gesellschaft Point Loma – Covina · Gödekeweg 8 · 30419 Hannover