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Helena Petrowna Blavatsky
Helena Petrowna Blavatsky
(1831 – 1891)

 

Isis Entschleiert
Helena Petrowna Blavatsky:
Isis Entschleiert.
 

 

Literatur

Helena Petrowna Blavatsky: Isis Entschleiert

„Ich bin Isis[1], alles, was gewesen ist,
und alles, was ist und sein wird;
meinen Schleier hat keiner der Sterblichen je gehoben …“ [2]

Als 1877 H. P. Blavatskys erstes Standardwerk Isis Entschleiert in New York erschien, waren die geistigen und intellektuellen Zustände in der westlichen Welt von einer Art, wie wir sie uns heute im 21. Jahrhundert kaum noch vorstellen können. Bei der Beurteilung des Werkes sollte dieser wichtige Hinweis im Auge behalten werden. Nur so lässt sich erahnen, welche unvorstellbaren Hürden in Form von Vorurteil und Ablehnung H. P. Blavatsky überwinden musste. Isis Entschleiert ist mehr als eine Auseinandersetzung mit den zum Dogma erhobenen Ansichten der Wissenschaft und Theologie des 19. Jahrhunderts. Sie ist ebenso auch ein Spiegel des Denkens und Handelns der damaligen Zeit. Viele Ideen, die bis heute bereits Eingang in unser Denken gefunden haben, wie z. B. die Lehren über Reinkarnation und Karma, klangen für die damalige Zeit geradezu revolutionär und ketzerisch und erzeugten viel Widerspruch. Auch heute schlummert immer noch manche unentdeckte Perle der Weisheit zwischen den Zeilen dieses einmaligen Werkes und wartet auf einen geeigneten geistigen Boden, um zur vollen Entfaltung zu kommen. Isis Entschleiert ist, wie auch H. P. Blavatskys andere Werke, ein Denkmal ihres Seelenadels und Intellektes.

H. P. Blavatsky fordert uns mit diesem Werk heraus. Dabei sind der Ton und die Tendenz von Isis Entschleiert stets heilsam, erfrischend und anregend. Es war ihr Anliegen, dass die Lehren von Reinkarnation und Karma, mit anderen Worten von Hoffnung und Verantwortlichkeit, eine Heimat im Leben der neuen Generation finden. Mit Isis Entschleiert brachte sie diese großen Gesetze von Karma, Reinkarnation und der dualen Natur des Menschen zurück.

Isis Entschleiert entschlüsselt und erklärt Allegorien, die aus zeitalteralten religiösen Aufzeichnungen bekannt sind, aber bislang zu einseitig interpretiert wurden. Die Bedeutung christlicher Symbolik verbindet sich mit der Ausdeutung anderer Weltreligionen zu einem für damalige und heutige Verhältnisse neuen Bild, das auf einen gemeinsamen Ursprung der Überlieferungen hinweist. Die Isis erklärt Meisterschlüssel, die gemäß der Autorin nicht einmal, sondern mindestens siebenmal umgedreht werden müssen, bevor sich sowohl die verborgenen als auch die mehr sichtbaren Zusammenhänge in der Tiefe erschließen. Jede Facette hat ihre Bedeutung, ist ein Steinchen im Mosaik der uralten Weisheitsreligion.

H. P. Blavatsky schrieb in dem Bewusstsein, dass der fortschreitenden Wissenschaft für ihre verantwortungsvolle Aufgabe entscheidende Schlüssel fehlten. Sie gab zahlreiche Hinweise, und tatsächlich bestätigten sich ihre wissenschaftlichen Aussagen mit wachsender Erkenntnis bis in unsere Zeit. So ist das Werk auch für den heutigen Leser ein Fundament für die gründliche Aufarbeitung historischer Irrtümer und gravierender Fehlentwicklungen, die bis in die Gegenwart reichen und oft auch den Fortschritt hemmen.

Isis Entschleiert ist zeitlos aktuell und wird auch künftigen Generationen ermöglichen, zunehmend tiefer in die kausalen Realitäten unseres Daseins vorzudringen. Der Leser möge im Sinne wahrer Philosophie – der Liebe zur Weisheit – seinen Teil der Wahrheit in den Seiten dieses erstaunlichen Werkes finden.

 

1 Isis, ägyptisch Aset, ist die Göttin-Jungfrau-Mutter, die personifizierte Natur
(Lexikon der Geheimlehren, S.188, Hannover 1997)

2 Inschrift der stets verhüllten Statue der Neith im berühmten Tempel der Isis-Neith in Sais
(Lexikon der Geheimlehren, S.324, Hannover 1997)

 

 

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